Wege zur Integration

Integration hat viele Gesichter. Welche Karriere Menschen mit Beeinträchtigungen im Laufe ihres Lebens machen, entscheidet sich aber häufig schon sehr früh.

Die erste Beratung von Eltern, die ein Kind mit Beeinträchtigungen bekommen haben, kann Ausschlag gebend sein für den weiteren Lebensweg. Hier bereits wird die Weiche gestellt, die einerseits auf den beschwerlichen, kaum bereiteten Weg der Integration oder andererseits den gut organisierten, behüteten Weg durch die Sondereinrichtungen führt.

Übergänge von einem auf den anderen Pfad sind nach unserer Erfahrung für lange Zeit meist nur in eine Richtung möglich: Kinder und Jugendliche, die in integrativen Einrichtungen ihr Leben in der Gesellschaft erproben, werden in der Regel von Sondereinrichtungen aufgenommen, wenn sie dies wünschen. Ein Übergang aus  Sondereinrichtungen in ein "normales" Umfeld ist ungleich schwerer, da nicht selbstverständlich. Erst zum Zeitpunkt des Eintritts in das Berufsleben erscheint dies Queraussteigern wieder möglich.

Eltern von Kindern mit Beeinträchtigungen, die die Bedürfnisse ihres integrativ aufwachsenden Kindes  aufmerksam verfolgen, wird in der Regel deutlich, dass eine durchgängige gesellschaftliche "Inklusion" kaum realistisch erscheint. Vielmehr bedarf es bei einem integrativen Ansatz einer günstigen Mischung aus Umgang mit nicht beeinträchtigten Menschen und gleichermaßen mit beeinträchtigten Menschen.

Erfahrungsgemäß ist der gemeinsame Kindergartenbesuch, die Schule und die Arbeitswelt sehr geeignet für den intensiven Austausch zwischen Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen. Förderlich ist hier der feste äußere Rahmen, in dem Vorurteile abbaubar und Erfahrungen im Miteinander ausgebaut werden können.

Die gemeinsame Freizeitgestaltung beeinträchtigter und nicht beeinträchtigter Menschen ist ungleich schwerer. Interessenlage und Leistungsfähigkeit gehen oft so weit auseinander, dass sich gemeinsame Aktivitäten zumeist auf besondere Freizeiten oder integrative Feste beschränkt, nicht aber im täglichen Leben erlebbar werden. Auch beim selbstständigen Wohnen gehen die Bedürfnisse häufig weit auseinander und bedürfen besonderer integrativer Konzepte.

Integration: Suche nach der Balance der Bedürfnisse beeinträchtigter und nicht beeinträchtigter Menschen

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